Wolfgang Bergmann

Wer Babies kurz nach der Entbindung bereits an “geschultes Kita Fachpersonal” zur Verwahrung abgibt, schafft suboptimale Möglichkeiten für den eigenen Nachwuchs. Der angesehene Pädagoge Wolfgang Bergmann, von dem es auf Youtube sehr gute Interviews gibt, hat das detailliert erforscht. Der Staat ist einfach keine Ersatzfamilie.

Dass mehr Steuern durch berufstätige Frauen eingenommen werden können,  ist klar.

Michel Houellebecq

Michel Houellebecq habe ich erst gerade kennengelernt.

In einem Onlinemagazin wurde er zu mir hingespült – warum ich auf ihn aufmerksam wurde, lag an seinem traurigen Bild, was einen hässlichen Mann darstellt. Andersrum gesagt, was einen Mann hässlich darstellt. Auf dem Portrait-Foto gänzlich ungekämmt, verzottelt und mit schiefem Gesichtsausdruck. Der Bildausschnitt vom Fotograph bewusst falsch gewählt, also der Kopf in der Mitte, Brust abgeschnitten, über den Haaren viel Platz, viel leere Wand.

Ein Gossen-Mann. So stellt man sich den ehrlosen Verlierer-Mann vor, der zwischen DRK-Schlafstätte und Stadtpark hin- und herpendelt, um zwischen Bier und Erholung von Bier die Beine mal vertreten zu können. Also ein verkommener Mann, in dem aber immer noch Herz drin ist, aber einer, der seine Aufgabe verloren hat. Einer, der sich nicht mehr aufrichten will, um der Welt, den herrschenden Männern und den herrschenden Frauen zu gefallen. Ein toller Typ, aber Verlierer. Aber zu lebendig, um zu verrecken.

Ich habe die Bildersuche von Google benutzt, um sein Gesicht zu entdecken. Wie war ich mal wieder in meiner Überzeugung bestätigt: die Medien treiben ihr Spiel mit uns. Michel Houellebecq ist weit entfernt davon, ein hässlicher Mann zu sein. Auf etlichen Fotos sieht man ihn gut getroffen. Im Artikel hatte man das schlechtmöglichste Foto verwendet, das es von ihm gab. Diese Manipulierer-Bande, die mich da immer wieder mit ihren Artikeln entzücken. Danke dennoch an die Bande, dass sie mir diesen vor-populären Typen näher brachten. Seine Romane sind alt. Neu ist es nichts von ihm. Aber popuplär vermute ich ihn auch nur in Frankreich. Ohne es zu wissen. Ich weiss gar nichts. Ich kenne ihn erst seit jetzt.

Auf Youtube habe ich dann ein SRF-Interview mit ihm und so einem Yuppie-Bildungs-Schnösel gesehen. Der Schnösel war aber weniger schnöselhaft, als ich erst dachte. Er konnte Fragen stellen, und er konnte das von Houellebecq Gesagte auch einigermaßen einordnen. Obwohl es ihn sicherlich nicht betraf. Immerhin so gut, dass Fragen und Antworter aufeinander aufbauten. Dass man merkte, es ist mehr als eine reine Abarbeitung von beliebigen Topics auf seiner vorgefertigten Liste. Der Schnösel hat mich nicht so sehr enttäuscht, ich war erstaunt.

Michel Houellebecq ist aufrichtig. Überlegt lange, damit er die ehrlichen Sachen nicht sagen muss, die ihn vom Gleis stellen würden, und er dennoch die ehrlichen Sachen sagen kann, die ihn nicht vom Gleis stellen.

Er sagt gute Sachen. Er ist mir sympathisch von Anfang an.